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Über die Mistel

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1. Wissenswertes zum Thema Mistel

2. Schwingungsmuster zur Herstellung von Transmittern für

    den Orgonstrahler

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Von den heute etwa 4000 bekannten parasitisch lebenden Pflanzen werden rund 1700 als Misteln bezeichnet.

Bei den mistelartigen Pflanzen der Santales (sandelholzartige Pflanzen) unterscheidet man die Pflanzenfamilien Misodendraceae, Olacaceae, Opiliaceae, Santalaceae und die für die Medizin bedeutenden Gruppen Loranthaceae (Riemenblumengewächse) und Viscaceae.

Zu den Loranthaceae gehören unter anderem die Gattungen Anyema, Phthirusa, Psittacanthus und Tapinanthus.

Die bekanntesten Vertreter der Viscaceae-Familie sind Arceuthobium, Phoradendrum und Viscum.

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Bei den Misteln handelt es sich um Parasiten, die von anderen Pflanzen leben und sich von deren Pflanzensaft mit den darin enthaltenen Mineralstoffen ernähren. die sekundären Pflanzenstoffe der Wirtspflanze können aus diesem Grund die phytotherapeutische Wirkung der Mistel beeinflussen.

Da diese aber ihr eigenes Blattgrün besitzt und damit zur Photosynthese befähigt ist, klassifiziert man sie als Halbschmarotzer oder Hemiparasit.

Manche Mistelarten wachsen ausgesprochen langsam und benötigen etwa zwanzig Jahre um eine Größe von 50cm zu erreichen. Die beerenartigen Scheinfrüchte (mit dem Keim für eine neue Mistelpflanze) sind für den menschlichen Verzehr nicht geeignet, werden aber von Vögeln gefressen und mit deren Kot auf andere Bäume getragen. Manchmal bleibt der zähflüssige, samenhaltige Schleim auch am Schnabel eines Vogels kleben, der dann auf diese Weise für die Verbreitung der Mistel sorgt.

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Die Mistel hat in Europa eine lange Tradition als Heil- und Ritualpflanze, die bis in das 4. vorchristliche Jahrhundert zurückgeht. Bei den Kelten galt die Mistelpflanze als heilig und nur den Druiden war es erlaubt diese im Rahmen ritueller Feste zu schneiden.

Die Pflanze war unverzichtbarer Bestandteil von verschiedenen Heil- und Zaubergetränken, die zugleich als Gegenmittel bei Vergiftung angesehen wurden.

Die ethnomedizinische Verwendung verschiedener Phoradendron-Spezies durch die Ureinwohner Nord- und Südamerikas ist vergleichbar mit dem Gebrauch von Viscum durch die Druiden.

Cherokee-Stämme sammelten jedes Jahr Anfang Dezember "oo-tah-lee" (Phoradendron flavescens), um aus der getrockneten Mistel eine Medizin für verschiedene Krankheiten herzustellen. Sie nutzten einen "tea ooze" zur Behandlung von Kopfschmerzen, Hypertension oder Lungenentzüngung und verabreichten die getrocknete und pulverisierte Pflanze (primär Eichenmisteln) gegen Epilepsie.

Für das Houma-Volk galt die Mistel als Allheilmittel und sie kannten die Wirksamkeit eines Misteldekokts bei Demenz und Schwachsinn.

Lange Zeit war die Mistel Viscum album im empirisch-medizinischen Bereich zur Behandlung der Fallsucht und als Mittel gegen hohen Blutdruck in Gebrauch. Man kannte sie unter Namen wie Drudenfuß, Donnerbesen, Heiligenkreuz-, Leim- oder Knisterholz, Affalter, Riemenblume und Hexenchrut.

In der Homöopathie war die Mistel schon im 19. Jahrhundert als Urtinktur ein Mittel gegen Ischialgie, Lumbago, Endometritis, Epilepsie, Chorea, Dysphagie, Menorrhagie und Milzbeschwerden.

Untersuchungen zu den pharmakologischen Wirkungen von Mistelzubereitungen reichen inzwischen über einhundert Jahre zurück. Bereits 1907 veröffentlichte Gaultier einen Forschungsbericht über die blutdrucksenkenden Eigenschaften von Mistelextrakten bei Mensch und Tier.

Die Wirkung der in Mistelextrakten vorhandenen Lektine wurde zunächst als blutkörperchenagglutinierend beschrieben. Erst in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts fanden eingehende Versuche zum zytotoxischen Effekt der Mistelauszüge, den man in erster Linie den Lektinen zuschrieb, statt.

Zu Beginn der zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts beschrieb Steiner die Mistel erstmals im Rahmen der anthroposophischen Pflanzensignaturen als möglicherweise für die Behandlung menschlicher Krebserkrankungen geeignet.

"Während die Naturwissenschaft von der Morphologie, das heißt der Gestalt und ihren Maßen, also dem Äußeren der Dinge ausgehend, mikroskopisch und analytisch immer tiefer in Struktur und Beschaffenheit bis zu den Zellen und deren Bestandteilen vordringt, bemüht sich die Geisteswissenschaft um das Erlebnis der Erscheinungen als unteilbare Ganzheit, die sie ausschließlich in Verbindung mit ihrer lebendigen Umwelt bis in den Makrokosmos und die Unendlichkeit des Weltalls zu sehen vermag" (Dr. med. K. Windstosser 1982).

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Misteln sind häufig das Zeichen einer geopathischen Belastung des Baumes. Ebenso war auch der Krebskranke fast immer über längere Zeit einem Störfeld ausgesetzt. Wie die Mistel entzieht sich auch der Tumor den Einflüssen seiner Umgebung. Schrittweise wird das Gewebe seiner Eingliederung in den Organismus entfremdet, bis schließlich der gesamte Körper von der Tumorphysiologie beherrscht wird. Der Bildung und Wirkung nach sind die Mistel und der an Krebs erkrankte Mensch sich ähnlich (Johannes Wilkens "Differenzierte Anwendung der Mistel nach Wirtsbäumen" 2006). Vielfach ist man sogar der Ansicht, dass die Mistel ein Bild der Krebserkrankung ist. Versteht man die Verwandtschaft von Naturprozessen (Mistelbildung) und Krankheitsprozessen (Krebsbildung), ist klar ersichtlich, warum das Arzneimittelbild der Mistel dem Krankheitsbild (Symptomenkomplex) des Krebses entspricht.

Zu einer anthroposophisch orientierten Krebstherapie gehört die Beachtung der Entstehungsbedingungen dieser Erkrankung im Zusammenhang mit der gesamtmenschlichen Individualität. Die Aufmerksamkeit richtet sich hier nicht nur auf die, als Sekundärerscheinungen erachteten, lokalen zellulären Veränderungen, sondern darüber hinaus auf den "Boden" der das Tumorwachstum ermöglicht hat. Dies bedeutet zudem eine Unterscheidung zwischen Tumor und Krebskrankheit, denn der Tumor stellt nicht die Krebskrankheit im eigentlichen Sinne, sondern eines der Symptome dar.

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Heute gehört die Mistel neben der Hyperthermie zu den bei Krebserkrankungen am häufigsten genutzten  komplementärmedizinischen Behandlungsmethoden und die therapeutische Wirksamkeit der Misteltherapie im Sinne einer tumorbekämpfenden, überlebenszeitverlängernden und die Lebensqualität verbessernden Wirkung wurde mittlerweile durch eine Vielzahl klinischer Studien bestätigt. Mistelextrakte werden deshalb nicht tumorspezifisch, sondern allgemein bei einer "Krebskrankheit" eingesetzt.

Die Misteltherapie versteht sich nicht nur als Alternative zur üblichen Bekämpfung einer Krebserkrankung ("Stahl, Strahl und Chemo"), sondern als Erweiterung der naturwissenschaftlichen Erkenntnismethode.

Der homöopathische Arzt verordnet heute die Mistel in verschiedenen Potenzen nicht nur zur Behandlung von vielen "krampfartigen" Leiden (Angina pectoris, Hypertonie, asthmatische Beschwerden) oder Rheuma, sondern auch zur Prävention. Eine vorbeugende Wirkung ist mit Misteln in höheren Potenzen möglich und sollte in jedem Fall wirtsbaumorientiert sein. Misteln in hochpotenzierter Form können auch in Vorstadien des Krebses (Präkanzerose) sehr hilfreich sein.

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Fast alle Mistelarten der Familien Loranthaceae und Viscaceae enthalten pharmakologisch interessante Wirkstoffe, die für medizinische Zwecke von Nutzen sein können.

Aufgrund eingehender phytochemischer Analysen der Viscaceae ist dokumentiert, dass der Gesamtextrakt aus Stängeln, Blättern und Beeren der Mistelpflanze abhängig von Mistelart und ihrem Wirtsbaum ein Gemisch folgender Inhaltsstoffe aufweist:

*  Etwa 600 verschiedene Eiweißstoffe - wobei das genaue Proteinspektrum abhängig von der Wirtspflanze ist.

Die wichtigsten misteltypischen Eiweißstoffe sind die zuckerhaltigen Mistellektine. Aufgrund ihrer verschiedenen Zuckerspezifitäten lassen sich neben den chitinbindenden Mistellektinen (VisalbCBA, cbMLs) mit primär zytotoxischer Wirkung drei Lektingruppen vom Typ II RIPs unterscheiden: Mistellektin I, ML-II und ML-III. Das monomere Mistellektin I konnte in 25 Isolektine, das Gemisch von ML-II und ML-III in 15 Isolektine zerlegt werden.

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Die Lektinanteile der Pflanze schwanken je nach Wirtsbaum. So haben Kiefermisteln den geringsten Lektingehalt und enthalten vorwiegend Mistellektin II, jedoch kein Mistellektin I. Besonders lektinreich sind dagegen Eichen-, Pappel-, Linden- und Eschenmisteln, wobei der Gehalt an Mistellektin I deutlich überwiegt.

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Lektine sind Glykoproteine, deren Charakteristikum es ist, Zellen zu agglutinieren und bestimmte Glukoseverbindungen hochspezifisch zu erkennen und zu binden. Mistellektin II und III haben beide hämagglutinierende Eigenschaften, die jedoch weitaus schwächer ausgeprägt sind als bei ML-I.

Auffallend ist bei allen drei Lektingruppen die Fähigkeit zur Apoptoseinduktiion bei verschiedenen Zell-Linien. ML-III zeigt dabei die stärkste apoptotische Wirkung, gefolgt von ML-II und ML-I.

Seit den 1970er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden die antitumoralen Wirkungen der Mistellektine in einer Vielzahl von Experimenten untersucht. Dabei zeigte sich, dass Lektine bereits in geringer Dosierung zweifach auf Tumore wirken: einerseits zytotoxisch und andererseits über die Stimulierung immunologischer Prozesse.

Die Toxizität der Mistelextrakte wurde anfänglich der Anwesenheit eines galaktosespezifischen Lektins (ML-I) zugeschrieben. So wurde die zytotoxische Wirksamkeit von Mistellektin I vielfach untersucht und es konnte klar herausgestellt werden, dass die Lebensfähigkeit von Zellen durch eine Lektinkonzentration von 10ng/kg in signifikanter Weise beeinträchtigt wird. Bei Verabreichung in kleineren, nicht toxischen Dosierungen zeigte ML-I eine leicht mitogene Wirkung und induzierte so eine Zunahme der zytotoxischen Aktivität natürlicher Killerzellen.

Verglichen mit ML-I verursachten die beiden anderen Lektine eine geringfügigere Zunahme der NK-Zytotoxizität, wobei der Anstieg der großen granulären Lymphozyten vergleichbaren Ausmaßes ist.

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*  Verschiedene Viscotoxine, die neben den Lektinen zu den wichtigsten pharmakologisch wirksamen Substanzen der Mistel gehören. Die Viscotoxine sind eiweißhaltige Verbindungen, die in ihrer chemischen Struktur dem Gift der Kobra ähnlich sind. Unterschieden werden die Viscotoxine A1, A2, A3, B und 1-PS.

Viscotoxine sind hitze- und spaltungsresistente Polypeptide mit starker zytotoxischer Wirkung. Ihre Zytotoxizität entfalten sie über eine rasche Lyse der Zellmembran und induzieren so primär eine Apoptose. Zudem sind Viscotoxine immunologisch aktiv (Stimulation phagozytierender humaner Granulozyten, sowie NK-Zellen) und können unter anderem die Lymphozyten mistelbehandelter Patienten zur Proliferation anregen sowie signifikant vermehrt Granulozyten aktivieren.

Misteln verschiedener Wirtsbäume enthalten unterschiedliche Anteile an Viscotoxinen, die vor allem in den frischen Trieben und Stängeln (einschließlich der Beeren) vorkommen. Im Sommer ist der Viscotoxingehalt am höchsten. Die im Winter geernteten Misteln sind dagegen relativ arm an Viscotoxin. Damit verhält sich der Viscotoxingehalt genau gegenläufig zum Lektingehalt der Pflanze und so werden aus diesem Grund in vielen Präparaten die Extrakte aus Sommer- und Winterernte gemischt.

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*  Biogene Amine: unter anderem ß-Phenylamin, y-Aminobuttersäure, Cholin, Acetylcholin und Tyramin mit primär blutdrucksenkender Wirkung.

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*  Ein hoher Gehalt an Thiolen, z.B. Glutathion. diese schwefelreichen, stark antioxidativ wirkenden Verbindungen sind in der Mistel in einer wesentlich höheren Konzentration als in anderen Pflanzen vorhanden.

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*  Über zehn verschiedene Fette (Lipide), darunter Triglyzeride und Wachse, insbesondere aber Membranlipide (chlorophyllhaltige Vesikel), die in vitro mit einer Stimulation von T-Zellen überraschen konnten.

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*  Über zwanzig verschiedene Flavonoide (gelbe, rote und blaue Pflanzenfarbstoffe) - vor allem Glykoside des Quercetin mit tumorhemmender Wirkung.

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*  Alkaloide: unter anderem Nicotinsäuremethylester und Viscumamid.

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*  Phenylpropanverbindungen, Lignane

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*  Polysaccharide (Arabinogalaktane), die in vitro eine Stimulation von Phagozyten, T- und NK-Zellen zeigten.

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Die stimmungsaufhellende und schmerzreduzierende Wirkung ist auch auf eine vermehrte Ausschüttung von ß-Endorphinen (morphium-ähnliche Substanzen) nach der Einnahme von Mistelextrakt zurückzuführen.

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Nach heutigem Wissensstand ist dem Gesamtextrakt der Mistel die größte Effektivität zuzuschreiben. Einzelne Studien mit einem reinen Mistellektin-Präparat zeigten eine vergleichsweise geringe Wirksamkeit.

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Die Loranthaceen akkumulieren in auffallender Weise pentazyklische Triterpene und phenolische Verbindungen. Überraschend ist auch die Vielfalt ihres Flavonoidstoffwechsels. Das Vorhandensein verschiedener sekundärer Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Flavonoide, wie zum Beispiel Flavane, Flavon-3-ole, Flavonole, Dihydroflavonole, Flavone, Dihydroflavone, C-Glykoflavone und Chalkone (gelb gefärbte Pflanzenstoffe und Zwischenprodukte der Biogenese von Flavonoiden) konnte dokumentiert werden. Eine Berücksichtigung der Wirtspflanzen bei chemischen Untersuchungen erlaubt heute den Schluss, dass die Triterpen- und Flavonoidmuster bei den Loranthaceen weitgehend wirtsunabhängig sind. Dagegen stammen viele der nachgewiesenen Inhaltsstoffe wie beispielsweise Cholin, Rutin und Phosphor eindeutig aus dem Wirtsbaum.

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Dass der Mistel in der traditionellen Volksmedizin der Länder ein breites Wirkungsspektrum zugschrieben wird, erstaunt somit wenig.

Afrikanische Heiler verwenden seit Jahrhunderten die Misteln gegen Parasiten, Unfruchtbarkeit, Krebs, Rheuma, süßes Blut (Diabetes), Besessenheit (Epilepsie), Migräne und verschiedene Infektionskrankheiten.

Im Orient weiß man um die tonisierende und immunstimulierende Wirkung. In Japan soll eine Teestrauchmistel die Behandlung von Tumorleiden unterstützen können und in Istrien wird nach einem über dreihundert Jahre alten Rezept eine Mistelschnaps gebrannt, der ein langes Leben schenken soll.

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Heute ist die Mistel weltweit vor allem ein Mittel der alternativen Krebstherapie und es wurde vielfach dokumentiert, dass bei der Auswahl der geeigneten Mistel, das heißt auch der Wirtsbaum der Mistel wird berücksichtigt, die Behandlung mehr Erfolg verspricht.

Während zu Beginn der Geschichte der Misteltherapie ausschließlich auf verschiedene Weise zubereitete Gesamtpflanzenauszüge verwendet wurden, konzentriert sich die Forschung seit etwa zwanzig Jahren zunehmend auf Mistelinhaltsstoffe wie Lektin oder Viscin. Dementsprechend unterscheidet man heute die eher "lektionoptimierte" Misteltherapie, die davon ausgeht, dass das Mistellektin der wichtigste onkologisch wirksame Bestandteil der Pflanze ist, von der mehr anthroposophisch orientierten, wirtsbaumbezogenen Behandlung mit Gesamtpflanzenauszügen, die der individuellen Mistelauswahl den Vorzug gibt.

So soll die Eichenmistel eine besondere Wirkung bei Verdauungs- und Urogenitaltrakterkrankungen des Mannes zeigen, während die Apfelbaummistel diesbezüglich bei Frauen effektiver erscheint. Ulmen- und Fichtenmistel sind erste Wahl bei der Behandlung von Lungenkrebs und Sarkom. Misteln von der Tanne sollen sich besonders für geschwächte Menschen und Patienten während der Chemotherapie eignen, da ihre Immunregulation relativ schonend ist. Apfelmisteln hingegen werden nur bei gutem Allgemeinzustand oder im metastasierten Stadium eingesetzt, da sie das Immunsystem am stärksten stimulieren. Soll nach längerer Behandlung mit anderen Sorten ein neuerlicher Immunanreiz erfolgen, wählt der Arzt die Kiefernmistel.

Für nicht anthroposophische Präparationen werden primär Pappelmisteln verwendet. Hier wird die Wirkung des ML-I als zentral erachtet, dessen Konstanz durch Inhaltsstoff-Standardisierung gewährleistet wird.

Die anthroposophischen Mistelpräparate werden nicht nur nach biopharmazeutisch-pharmakologischen Kriterien, sondern auch therapierichtungsspezifischen Gesichtspunkten entsprechend ausgewählt. So stehen vor allem die wirkungsbezogenen Unterschiede der einzelnen Präparate im Vordergrund, nämlich

*  "giftende", zytotoxische Wirkungen ("Herausforderung"), sowie

*  "wärmende", immunogene Wirkungen ("Hilfe").

Dabei gelten die Präparate Helixor® und Isorel® eher als "giftend" (Fieber relativ selten), Iscucin® eher als wärmend (Fieber häufiger) und Iscador®, sowie abnobaViscum® als verhältnismäßig ausgewogen. Iscador®-Präparate sind ärmer an Mistellektinen und relativ reich an Viscotoxinen.

Für traditionelle orale Mistelpräparate wie wässrige und ethanolische Auszüge aus frischem bzw. getrocknetem Mistelkraut oder Dragees liegen derzeit noch keine experimentellen oder klinischen Untersuchungen bezüglich immunmodulatorischer oder zytotoxischer Wirkung vor.

Herausgestellt kann aber werden, dass eine Therapie mit Mistelextrakten geeignet ist, das Befinden, die Lebensqualität und den klinischen Befund der Patienten zu bessern. Neben einer Verlängerung der Überlebenszeit konnte auch eine verminderte Rezidiv- und Metastasenrate festgestellt werden. Bei inoperablen Tumoren sowie bei kontinuierlich oder phasenweise progredienten Tumoren wurde eine Verlängerung der Stillstandszeiten oder eine Verminderung der Progredienz festgestellt. Fälle von schwerwiegenden Nebenwirkung konnten bislang nicht verzeichnet werden. Interessanterweise finden sich auch unter hochdosierten Mistelinfusionstherapien klinisch keine Toxizitätshinweise, während bei Verabreichung der Einzelsubstanz in einer entsprechenden Dosierung hochtoxische Wirkungen zu erwarten wären. So gilt die Anwendung von Mistelpräparaten heute als besonders seriöse und wissenschaftlich am besten untersuchte Methode der Komplementäronkologie, die nachweislich die Lebensqualität bei Krebserkrankungen verbessert.

Grundsätzlich können Mistelpräparate auch bei Kindern angewandt werden. Bei Verwendung anthroposophischer Mittel wurden bisher keine nachteiligen Wirkungen einer Misteltherapie bei Kindern beobachtet.

Erfahrungsgemäß wird bei den im Kindesalter auftretenden Krebserkrankungen bereits eine sehr niedrige Konzentration des Mistelextrakts mit Erfolg eingesetzt. Dazu eignen sich vor allem Tropfen, bei denen die Kinder den Wirkstoff über die Mundschleimhaut aufnehmen können. Leider müssen entsprechende Präparate in Deutschland über die Internationale Apotheke aus England bezogen werden.

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In Europa findet vorwiegend die Gattung Viscum Verwendung, deren Eigenschaften längst bekannt sind.

Von Bedeutung für die therapeutische Anwendung sind vor allem die Viscotoxine (Polypeptide), die neben den Lektinen (Agglutinine) zu den wichtigsten misteltypischen Inhaltsstoffen zählen. Diese stark wirksamen Eiweißstoffe zeigen sich immunmodullierend und zytolytisch, das bedeutet, sie können die Membran einer Tumorzelle auflösen.

Zu Beginn einer Misteltherapie steht die giftige und zellzerstörende Wirkung der Lektine und Viscotoxine im Vordergrund, später ihre immunstimulierenden Eigenschaften. Die Giftwirkung lässt innerhalb von zwei bis acht Wochen nach, da der Organismus in dieser Zeit Antikörper gegen die für ihn fremden pflanzlichen Eiweißverbindungen aufbaut.

Mistelextrakt kann die Vermehrung und Aktivität der B-Lymphozyten, T-Zellen (T-Helferzellen, T-Supressorzellen, zytotoxische Killerzellen), natürlichen Killerzellen (NK-Zellen), Fresszellen (Makrophagen) und Granulozyten anregen.

Die meisten Immunzellen entwickeln sich aus den Stammzellen des Knochemarks. Dazu gehören:

*  B-Lymphozyten in Knochemark und Lymphdrüsen. Sie entwickeln sich zu Plasmazellen, die spezielle Antikörper herstellen können (z.B. gegen Mistellektin).

*  T-Zellen, bestehend aus T-Helferzellen, T-Suppressorzellen und den zytotoxischen T-Killerzellen. Die Aufgabe der T-Helferzellen besteht darin, fremde Stoffe (Antigene) zu erkennen und in Folge davon B-Zellen und Killerzellen zu aktivieren. T-Gedächtniszellen sind besonders langlebige T-Helferzellen. T-Suppressorzellen bremsen die Reaktion des Immunsystems und hemmen die Ausschüttung von bestimmten Botenstoffen (Lymphokinen). Zytotoxische T-Zellen identifizieren und zerstören virushaltige und wahrscheinlich auch Tumorzellen.

*  Natürliche Killerzellen (NK-Zellen) haben ähnliche Aufgaben wie zytotoxische Zellen.

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*  Fresszellen (Makrophagen), die vorwiegend in Gewebe und Lymphe enthalten sind, haben die Aufgabe, fremde Stoffe zu verarbeiten und den T-Lymphozyten zu präsentieren, damit sie diese als fremd und schädlich erkennen können (Antigen-präsentierende Zellen).

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*  Granulozyten sind Fress- und Abwehrzellen. Sie teilen sich in drei Untergruppen: Neutrophile, Eosinophile und Basophile (Mastzellen). Eosinophile wehren vor allem Parasiten ab, Neutrophile fressen Bakterien, Viren und Pilze im Blut. Mastzellen schütten entzündungsfördernde Stoffe (z.B. Histamin) aus, was sich vor allem bei Allergien bemerkbar macht.

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Mistelextrakt kann alle diese Zellen beeinflussen, ihre Vermehrung anregen oder die Zellen selbst aktivieren, das heißt ihre Funktion verbessern. Diese Vorgänge fasst man unter dem Begriff Immunmodullation zusammen.

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Der Mistelleim, Viscin genannt, enthält Oleanolsäure, Ursolsäure, Betulinsäure, ß-Amyrin und ß-Amyrinacetat. Im Versuch konnte in vitro und in vivo die bereits angenommene antimutagene, zytostatische, zytotoxische und apoptoseauslösende Aktivität dieser pentazyklischen Triterpene bestätigt werden. Zusammen mit dem ebenso vorhandenen Triterpen Lupeol haben sie auch proliferative Wirkung, was bedeutet, dass sie das Zellgewebe regenerieren können.

Die Kaffeesäurederivate der Mistel haben zusammen mit den Triterpenen einen antibiotischen und entzündungshemmenden Effekt.

Neueren Forschungsergebnissen zufolge kann mit Ursolsäure eine signifikant erhöhte Sekretion von Interferon-y erreicht werden, was als immunologische Tumorabwehr einzustufen ist. vor allem die Ursolsäure kann durch intrazelluläre Kalziumfreisetzung die Apoptose auszulösen. Lupeol weist zwar keine starke Wirkung an Karzinomzellen auf, vermag allerding Melanomzellen zu differenzieren und die Melanogenese zu induzieren. Durch Lupeol konnte eine Hemmung der Topoisomerase II erreicht werden, was den DNA-Metabolismus von Tumorzellen beeinflusst.

ß-Amyrin, Oleanol- und Ursolsäure zeigten in vitro auch Aktivität gegen Plasmodium falciparum, einen Malariaerreger.

Erstaunlich ist zudem, dass ß-Amyrin inzwischen als vielversprechendes Pharmakon für die Behandlung von Tumorerkrankungen beschrieben wird.

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Mistelpräparate für die Krebstherapie werden von verschiedenen Herstellern durch die Verwendung unterschiedlicher Verfahren hergestellt, so dass trotz der sog. "Prozess-Standardisierung" sowohl die Art der Inhaltsstoffe als auch ihre Konzentration variieren. Allen Mistelpräparaten und Anwendungsformen scheint aber eine Wirksamkeit auf die Wärmeregulation des Organismus zugrunde zu liegen. Die häufig in der onkologischen Praxis zu beobachtende Störung des Wärme- und Energiehaushaltes, kann durch die Misteltherapie objektiv gebessert werden. Langzeitstudien des Temperaturprofils krebskranker Menschen unter verschiedenen Formen der Misteltherapie zeigen eine leichte Erhöhung des Temperaturplateaus und eine damit korrelierende Verbesserung des Allgemeinbefindens. Da Temperaturaktivität einen Gradmesser für die Immunaktivität darstellt, kann die Verbesserung dieses Bereiches als Parameter für die Besserung der Immunlage gewertet werden.

Viscotoxin und die Mistellektine zeigten im Versuch nicht nur eine zytotoxische Wirkung und eine Stimulation tumorspezifischer Abwehrzellgruppen, sondern auch die verstärkte Expression verschiedener Zytokine, d.h. einen proinflammatorischen Effekt.

Bei experimentellen Untersuchungen im Max Planck-Institut konnte nachgewiesen werden, dass während einer Misteltherapie das gesamte Abwehrsystem optimal angeregt wird. Es kommt zu einer Vergrößerung der für alle Immunvorgänge besonders wichtigen Thymusdrüse und der Milz. Auch das gesamte Lymphsystem wird im Sinn der Abwehrsteigerung angeregt und das Blutbild insgesamt verbessert.

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Begleitend zur schulmedizinischen Behandlung mit Antirheumatika kann auch die Misteltherapie bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises eingesetzt werden. Dazu werden die Mistelextrakte unter die Haut injiziert. Sie bewirken eine örtliche Entzündung, die eine Reihe von Immunprozessen im Körper in Gang setzt. Es kommt zu einer allgemein antiinflammatorischen Reaktion des Organismus. Entzündliche Prozesse, die das typische Merkmal einer Rheumaerkrankung sind, werden zurückgedrängt und eine schmerzlindernde Wirkung kann beobachtet werden.

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Da Mistelextrakt blutverdünnend wirkt, müssen begleitend zur Therapie regelmäßig die Blutgerinnungswerte kontrolliert werden. Dies ist bei Verwendung eines Transmitters nicht notwendig.

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Literatur:

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Misteltherapie - Differenzierte Anwendung der Mistel nach Wirtsbäumen von J. Wilkens, A. Kerchkoff, E. Hohenberger; Sonntag Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG, 2006

Die Mistel - mehr als nur ein weihnachtliches Glückssymbol - Vom Zauber der Mistel - G. und C. Arnold, Botanischer Garten, Uni Erlangen 2003

Apoptoseinduzierende und antimutagene Wirkung von Viscum album auf humane Zellkulturen - Dissertation von P. Hahn, Fachbereich Biologie, Universität Kaiserslautern 2000

Komplementäre Krebstherapie in der Allgemeinmedizin: Stellenwert der Misteltherapie - Dr. E. Rebhandl, Prof. Dr. L. Auerbach, Dr. W. Fiala, Dr. R. Glehr, Dr. J. Hellan, Dr. C. Kellner, Dr. U. Pachmajer, Dr. E. Pichler, Dr. P. Pichler, Dr. C. Plaue, Dr. A.S. Puri, Dr. K. Schweitzer, Dr. W. Steinkellner - ÖGAM, Österreichische Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin

Misteltherapie unterstützt den Kampf gegen den Krebs - P.R. Hennrich, D. Hennrich, Wien - Pressetext Austria 10/2007

Misteltherapie - Vortrag Anthroposophische Medizin von Dr. J. Beuth 2000 - publiziert bei "PhytoDoc" 2009

Misteltherapie - Heilpflanze in der Krebstherapie - Information der Gesellschaft für biologische Krebsabwehr 2009

Biochemische Grundlagen und Wirkungsweisen der Misteltherapie - Dr. med. Kellner bei "medhost" 2009

Die Mistel in der Medizin und Wissenschaft - Dr. med. G.S. Kienle, Freiburg; Dr. med. M. Girke, Berlin; Dr. med. F. Husemann, München und A. Bopp, Dipl. Biologe, Hamburg - 2007

Additive Krebstherapie - Forschung rund um die Mistel von Dr. med. J.H. Kubitschek - Info-Netzwerk Medizin 2000

Misteltherapie - Dr. H.C. Berger 1999

Die Mistel - von der Zauberpflanze zum Arzneimittel - von Dr. B. Arnold-v.Versen und Dr. med. P. Heusser, Schweiz

Mistel in der Onkologie - von Dr. med. K. Windstosser 2002

Weißbeerige Mistel - Verein für Krebsforschung, H. Ramm, Arlesheim - Schweiz

Die Mistel - Dr. S. Schneckenburger, D.D. Kramer - Botanischer Garten TU Darmstadt 2002

Die Mistel - Informationsseiten zur Misteltherapie bei Krebs - von Dr. med. M. Girke, Dr. med. G. Soldner und Dr. med. H. Vögler 2007

Viscum album - von W. Arnold, Schweiz 2006

Unsere Misteln - von F. Stopp, Brehm 1966/2002

Eating and Healing: Traditional Food as Medicine - by A. Pieroni, L. Leimar Price, Haworth Press 2005

The mistletoe - Traditional medicinal uses and contemporary medicinal uses - Herbal Studies / The Library 2000

Antimicrobial activity of Viscum album, ssp. abietes - by Ö. Ertürk, H. Kati, N. Yayli, Z. Demirba; Department of Biology, Faculty of Arts and Science, Karadeniz Technical University, Trabzon, Turkey 2003

Cancer plants - Viscum album - Mistletoe Loranthaceae - Mysterious Mistletoe by K. Morgenstern 2006

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Demoskopische Analyse bestätigt neues Misteltherapie-Schema - veröffentlich vom Forum Misteltherapie, 2009

Was leistet die Misteltherapie bei urologischen Tumoren? von Prof. Dr. med. W. Giebel - Forum Misteltherapie 2009

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Mistel & Co., Heilpflanzen in der Krebsmedizin - von R. Kloppenborg und M.D. Kuno, Berlin 2009

Komplementäre Onkologie - J. Hübner, Schattauer Verlag 2008

"Mistel in der Onkologie" - Die Bedeutung der Mistel für den Krebskranken und Krebsgefährdeten - von Dr. med. K. Windstosser 2002

Die Misteltherapie des Krebses - Teil 1 von 3 - P.F. Matthiessen, W. Tröger; Hippokrates Verlag, Stuttgart 1995

Antioxidative Flavanone Glycosides from the Branches and Leaves of Viscum coloratum - by Y. Hui, L. Zhi-Xin, W. Qiong, L. Guang-Qing, L. Zhi-Jun, C. Dao-Feng, C. Jia-Kuan and Z. Tong-Shui; Department of Pharmacognosy, School of Pharmacy / School of Life Sciences / Research Center of Natural Products; Fudan University and Medicinal Plant Laboratory, School of Renewable Natural Resources, Louisiana State University Agricultural Center 2005 - Chemical & Pharmaceutical Bulletin Vol. 54, No. 1, 133, 2006

Mistletoe in conventional oncological practice: exemplary cases by W. Legnani, Centro Artemedica, Milano, Italy - Integrative Cancer Therapy Vol. 7, Issue 3, pp. 162-171, 2008

Immunological response to mistletoe (Viscum album) in cancer patients: a four-case series by N.E. Gardin - Phytotherapy Research Vol. 23 (3): 407-411, 2009

Antiangiogenic properties of Viscum album extracts are associated with endothelial cytotoxicity - by S. R. Elluru, J.P. van Huyen, S. Delignant, F. Prost, D. Heudes, M.D. Kazatchkine, A. Friboulet, S.V. Kaveri; Centre de Recherche des Cordeliers, Paris, France - Anticancer Research 29 (8): 2945-2950, 2009

Rubrine C, a pharmacologically active alcaloid from Phoradendron rubrum - by M.E. West and P.C. Feng - Journal of Pharmacy and Pharmacology 19 (3): 197-198, 1967

Phoratoxin, a toxic protein from the mistletoe Phoradendron tomentosum subsp. macrophyllum (Loranthaceae). Isolation of phoratoxin from Phoradendron tomentosum subsp. macrophyllum grown of Populus fremontii - by. S.T. Mellstrand in Acta. Pharm. Suec. 11 (4): 410-12, 1974

The mechanism of action of the cytotoxic lectin from Phoradendron californicum - T. Tsurugi, H. Franz; Department of Biochemistry, Yamanashi Medical College, Japan - FEBS Lett. 8; 248 (1-2); 115-8, 1989

Cytotoxic activity of moronic acid and identification of the new triterpene 3,4-seco-olean-18-ene-3,28-dioic acid from Phoradendron reichenbachianum - by. M.Y. Rios, D. Salina, M.LO. Villarreal; Centro de Investigaciones Quimicas de la Universidad Autónoma del Estado de Morelos, Cuernavaca, Mexico - Planta Med. 67 (5): 443-446; 2001

Host and distribution of yellow misteltoe, Loranthus europaeus in Croatia - by M. Zebec & M. Idzojtic, University of Zagreb, Croatia 2006

Loranthaceae - R. M. Polhill, D. Wiens; Balkema Publishers 1999

Mistletoes in Australia - D. Herbison-Evans & S. Crossley 2009

Mistletoe in oaks - Hastings by University of California 2008

Die Misteltherapie bei Krebserkrankungen - Prof. Dr. L. Auerbach, Medizinische Universität, Wien 2008

Struktur und biologische Aktivitäten der chitinbindenden Mistellektine - Dissertation von M. Franz 2003, Fakultät für Chemie und Pharmazie, Eberhard-Karls-Universität, Tübingen

"Vom Hexenbesen zum Heilmittel gegen Krebs" - von der Mistel; Dr. L.M. Schmidt in "Schrot & Korn" 11/2002

Forschung in der Misteltherapie - Phytoproteine der Mistel Phoradendron tomentosum zeigen eine hohe Zytotoxität bei Mammakarzinom - S. Johansson u.a., Cell.Mol.LifeSci. 2003 in Netzwerk Medizin - Komplementärmedizin, Onkologie, April 2003

Glucose lowering effect of leaf extract of Viscum album in normal and diabetic rats - by E. Nwaegerue, J.N. Nweke, C.C. Ezeala, P.C. Unekwe; Nigeria 2008

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Mistelporträt

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Eschenmistel

Viscum album fraxini

(Europa - auf Fraxinus excelsior)

Viscaceae

Die Eschenmistel zeigt in der onkologischen Praxis eine wesentlich höhere zytotoxische Aktivität als vergleichsweise die Kiefernmistel, was wohl primär an dem sehr hohen Lektingehalt dieser Mistel liegt.

Die Eschenmistel wirkt zudem immunmodullierend und kann bereits bei Darmpolypen und Zysten als krebspräventives Mittel Anwendung finden.

Sie eignet sich vor allem für sehr erschöpfte Patienten, denn dem Erfahrungswissen anthroposophisch orientierter Ärzte entsprechend, steifert die Eschenmistel die körperliche Kraft. Deshalb steht sie vor allem am Anfang einer Misteltherapie, wenn der Körper nach Operation und Chemotherapie noch sehr geschwächt ist (Wilkens, Kerckhoff, Hohenberger 2006).

Die Eschenmistel soll vor allem bei Leberkrebs sehr hilfreich sein..

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3 - 7 - 8 - 4 - 1 - 0 - 6

   2 - 5 - 1 - 9 - 8 - 2 - 0..

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Kunugi mistletoe

Viscum coloratum

(Japan - auf Quercus acutissima = kunugi)

Viscaceae

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Japanische Forscher konnten in den vergangenen Jahren dank vielfacher phytochemischer Analysen die sekundären Pflanzenstoffe dieser Mistelspezies genau bestimmen. So fand man in Viscum coloratum auch Flavonoidglykoside (z.B. Flavoyadorinin-A, Flavoyadorinin-B, Homo-Flavoyadorinin-B, Rhamnazin-), ein Peptid (Viscumamid), ß-Amyrinacetat, ß-Sitosterol, Phytosterolglykoside, Oleanolsäure, Betulinsäure, Syringin, Isorhamnetin und Luteolin.

Während die Flavonoidglykoside vor allem antioxidative Eigenschaften besitzen, zeigt Syringin unter anderem eine für die Behandlung von Kohlenhydrat-Stoffwechselstörungen bedeutende hypoglykämische Wirkung.

Isorhamnetin überrascht mit antioxidativen, antikanzerogenen und antiinflammatorischen Effekten. Viscumamid kann die Apoptose von Krebszellen auslösen und zusammen mit den in allen Viscumarten vorhandenen Lektinen und Viscotoxinen aufgrund der zytotoxischen und immunmodullierenden Wirkung der Krebstherapie dienen.

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9 - 7 - 6 - 8 - 0 - 4 - 5

4 - 0 - 8 - 1 - 3 - 6 - 9

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Hu ji sheng - Red fruit mistletoe

Viscum coloratum

(China - auf Quercus mongolica)

Viscaceae

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Die Mistel Viscum coloratum auf der chinesichen Eiche stärkt die Abwehrkraft, unterstützt die Krebstherapie, fördert die Ausleitung und regt den Stoffwechsel an.

In der traditionellen chinesischen Medizin findet sie bei der Behandlung von Hypertension, Koronarspasmen, rheumatischen Beschwerden und lokalen Erfrierungen Anwendung.

Chinesische Forscher dokumentierten 2006 einen protektiven Effekt der Flavonoide von Viscum coloratum auf das kardiovaskuläre System, wobei vor allem die antiarrhythmische und elektrophysiologische Wirkung des in der Pflanze vorhandenen Aconitins (Diterpen-Alkaloid) in den Vordergrund gestellt wurde.

2007 kam eine Studiengruppe der Shanxi Medical University in Taiyuan zum Ergebnis, dass sich Extrakte von Viscum coloratum aufgrund der enthaltenen Betulin- und Oleanolsäure, sowie ß-Amyrin bei geringer Toxizität zytotoxisch zeigen und hervorragend für die Krebstherapie geeignet sind.

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4 - 8 - 6 - 7 - 9 - 1 - 8

1 - 2 - 3 - 5 - 9 - 7 - 6

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Koreanische Pappelmistel

"Gyeo-woo-sal-ee"

Viscum coloratum

(Korea - auf Populus suaveolens / P. koreana)

Viscaceae

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Die koreanische Pappelmistel mit gelben Beeren wächst auf Populus suaveolens und den eng verwandten Spezies Populus koreana, Populus maximowiczii sowie Populus cathayana und kann eine Größe von über 60cm erreichen.

Anhand der eingehenden pharmakognostischen Untersuchungen weiß man heute um die stark antioxidativen Eigenschaften der sekundären Pflanzenstoffe von Viscum coloratum. Wissenschaftlich hoch interessant erscheint auch, dass Lektine dieser koreanischen Mistel unter anderem die Apoptose von myeloleukämischen Zellen induzieren und zytotoxische Wirkung auf Tumorzellen haben können.

Visucm coloratum-Extrakt dinet der Prophylaxe von Lymphknotenmetastasen und kann tumorwachstumshemmende Wirkung zeigen.

In Korea kommt diese Mistelspezies vor allem bei Hypertension und Magenkrebs zum Einsatz.

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4 - 2 - 1 - 2 - 6 - 3 - 8

6 - 3 - 4 - 9 - 2 - 1 - 5

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Deutsche Apfelbaummistel

Viscum album

(Deutschland - auf Malus domesticus)

Viscaceae

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 Apfelbaummistel

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Viscum album findet man leider äußerst selten auf Apfelbäumen. Deshalb werden die Bäume manchmal zur Züchtung dieser Mistel "geimpft".

Die Apfelbaummistel enthält unter anderem geringe Mengen von Eleutherosid-E, Syringaresino-4',4"-diglucosid und Syringaresinolmonoglucosid.

Der anthroposophisch orientierte Arzt wählt die Apfelbaummistel zur Behandlung von pyknischen Menschen mit starkem Phlegma und trägem Stoffwechsel. Er verordnet Abnoba Viscum mali Stufe 20 insbesondere bei Dickdarmkarzinomen (Wilkens, Kerckhoff, Hohenberger 2006).

Nach Steiner zeigt sich die Apfelmistel bei allen Unterleibstumoren, Kehlkopf- und Mammakarzinom hilfreich.

Die Misteltherapie bei einem Gehirntumor erfolgt mit Apfelbaummistel in hohen und höchsten Potenzen, oft in Verbindung mit Helleborus.

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4 - 6 - 8 - 7 - 5 - 9 - 2

3 - 1 - 6 - 7 - 0 - 9 - 3

1 - 7 - 4 - 8 - 3 - 0 - 9

4 - 0 - 1 - 1 - 3 - 0 - 8

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 Hackberry tree mistletoe

Phoradendron tomentosum

(Nordamerika, Texas - auf Celtis laevigata)

Viscacea

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Im Südosten der USA, vor allem in Texas, findet man Phoradendron häufig auf "Southern Hackberry" ("Sugarberry"), einem Baum mittlerer Größe, der bevorzugt in Flussnähe wächst.

2003 wurden aus der nordamerikanischen Mistelspezies Phoradendron tomentosum vier Proteine (Phoratoxine C-F) isoliert.

Die Phoratoxine C, E und F bestehen aus 46 Aminosäure-Bausteinen, Phoratoxin D aus 41. Alle Protein haben sechs Cysteine, vergleichbar dem Phoratoxin A und B (Thionine).

Die zytotoxischen Eigenschaften der Proteine wurden in vitro und in vivo untersucht - alle zeigten zytotoxische Effekte gegenüber menschlichen Tumorzellen. Die zytotoxische Aktivität von Phoratoxin C war insbesondere bei Brustkrebs-Zellkulturen besonders hoch.

Phytochemische Analysen von 2005 konnten das Vorhandensein von Tannin, Saponinen und Flavonoiden nachweisen. Phoradendron tomentosum enthält aber ebenso Phoratoxin, Vitexin, Schaftosid, Isoschaftosid und Apigenin.

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7 - 1 - 0 - 9 - 0 - 8 - 0

1 - 6 - 8 - 9 - 1 - 4 - 7

3 - 4 - 6 - 0 - 1 - 2 - 7

3 - 5 - 7 - 2 - 8 - 6 - 4

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Südafrikanische Bocksdorn-Mistel

Viscum capense

(Südafrika - auf Lycium ferocissimum)

Viscaceae

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Die Bocksdorn-Mistel (Cape mistletoe) wird in der Ethnomedizin des Landes als Dekokt gegen Bronchitis und Asthma, aber auch Epilepsie verwendet. die Xhosa trinken eine Abkochung von Viscum capense bei Angina tonsillitis und Lumbago.

Der Mistelsaft soll äußerlich angewandt ein wirksames Mittel gegen Warzen sein.

Die sekundären Pflanzenstoffe der Bocksdorn-Mistel stärken die Abwehrkraft, zeigen sich bei Immunschwächeerkrankungen und Diabetes hilfreich, sollen aber auch die Behandlung von Geschlechtskrankheiten ergänzen können.

Untersuchungen der Cornell University (New York state, USA) zufolge, enthält die südafrikanische Bocksdorn-Mistel Chlorogensäure (Ester aus Kaffeesäure und Chinasäure) und hat deshalb auch diuretische und antioxidative Wirksamkeit.

In Versuchen zeigte ein Extrakt aus Viscum capense antimikrobielle Aktivität bei Staphylococcus aureus, Pseudomonas aeruginosa und Candida albicans.

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6 - 7 - 9 - 8 - 9 - 0 - 3

1 - 7 - 5 - 3 - 6 - 8 - 0

0 - 4 - 5 - 7 - 6 - 3 - 8

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Feldulmen-Mistel

Viscum album

(Europa - auf Ulmus minor)

Viscaceae

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Der Ulme kommt anthroposophisch gesehen eine besondere Stellung innerhalb der Mistel-Wirtsbäume zu, denn kein Baum ist so umweltempfänglich wie die Ulme. So wird die Ulmle manchmal als der "moderne Mensch in seiner Schwäche" angesehen, da auch sie leicht asymmetrisch bzw. einseitig zu werden droht und durch negative Umwelteinflüsse relativ schnell Schaden nehmen kann.

Vor allem bei Lungenkarzinom tritt der naturheilkundige Arzt die Auswahl Ulmenmistel, da die Lunge als "umweltoffenes Organ" des Menschen bezeichnet wird und deren Krebs häufig durch jahrelanges Rauchen verursacht wurde (Wilkens 2006).

Die Ulmenmistel kann aber auch die Rheumatherapie ergänzen und möglicherweise sogar die Behandlung von AIDS und Syphilis unterstützen.

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2 - 4 - 3 - 4 - 8 - 8 - 8

7 - 1 - 2 - 5 - 7 - 8 - 8

0 - 1 - 9 - 2 - 8 - 0 - 8

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Österreichische Weißdornmistel

Viscum album

(Österreich - auf Crataegus oxyacantha)

Viscaceae

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Die Mistel vom Weißdorn "durchwärmt" den Körper. An sie denkt man vor allem bei der Behandlung von Krebserkrankungen des Blutsystems, wie Leukämie (AML, CLL), aber auch bei Plasmozytom.

9 - 5 - 1 - 3 - 5 - 3 - 0

2 - 7 - 8 - 1 - 2 - 6 - 3

0 - 4 - 7 - 9 - 6 - 7 - 8

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Australian flat mistletoe

Viscum articulatum

(Australien - als Epiparasit auf Dendrophthoe homoplastica - Wirtsbaum: Acacia holoserica)

Viscaceae

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In der Familie Viscaceae ernährt sich vor allem Viscum articulatum immer wieder als Epiparasit über eine zweite parasitäre Pflanze vom Wirt.

Auch der Primärparasit Dendrophthoe homoplastice ist eine Mistel und gehört zur Loranthaceae-Familie.

Die Inhaltsstoffe des Sekundär- und Epiparasiten korrespondieren in erster Linie mit denen des Primärparasiten und über diesen auch mit den pharmakologisch aktiven Substanzen des Wirtsbaumes.

Viscum articulatum als Epiparasit zeigt vor allem zytotoxische Eigenschaften.

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2 - 3 - 4 - 1 - 8 - 6 - 9

9 - 2 - 4 - 3 - 7 - 8 - 8

6 - 8 - 4 - 1 - 2 - 9 - 0

8 - 0 - 7 - 6 - 5 - 8 - 8

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Koreanische Eichenmistel

"Gyeo-woo-sal-ee" = Mistel

Viscum coloratum

(Korea - auf Quercus salicina)

Viscaceae

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2007 veröffentlichte die University of Nottingham, UK (School of Pharmacy) gemeinsam mit der Seoul Women's University in Korea ihre Forschungsergebnisse zu Versuchen mit dem koreanischen Mistellektin (Viscum album coloratum) auf Proliferation und Zytotoxizität.

Die antikanzerogene Wirkung dieser Mistel wurde als eine Kombination von Zytotoxizität mit immunologischen Effekten beschrieben. So stimuliert zum Beispiel das Mistellektin Agglutinin (VCA) in vitro und in vivo die Interferon-y Produktion und moduliert die Proliferation von Splenozyten (Milzzellen) bei Mäusen.

Die zytotoxische Wirkung auf T-Lymphozyten und deren VCA-induzierte Apoptose kann bei der Behandlung von Autoimmun-Erkrankungen wie Lupus erythematodes hilfreich sein.

In Korea werden Zubereitungen dieser Mistel auch zur Behandlung von Schizophrenie eingesetzt.

6 - 3 - 2 - 7 - 1 - 7 - 8

0 - 7 - 8 - 9 - 0 - 1 - 8

1 - 4 - 5 - 6 - 8 - 8 - 8

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Rotbeerige spanische Mistel

"Marojo"

Viscum cruciatum

(Spanien - auf Prunus amygdalus / P. dulcis)

Viscaceae

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Die Mandelmistel eignet sich vor allem für Patienten mit jahrelangen schweren psychischen Belastungen. Mehr als jedes andere Karzinom scheint das maligne Melanom auf die Mandelmistel zu reagieren. In der anthroposophisch orientierten Praxis wird Abnoba Viscum amygdali in wechselnden Potenzstufen injiziert (Wilkens 2006)..

Im Blattextrakt der Mistel fand man Flavonoide und Lektine mit antimitotischen Eigenschaften (hemmen die Teilung von Tumorzellen)..

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5 - 4 - 3 - 7 - 1 - 9 - 0

8 - 6 - 7 - 3 - 4 - 1 - 9

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Savanna mistletoe

Viscum rotundifolium / V. bosciae-foetidae

(Südafrika - auf Salvadora persica = Toothbrush tree)

Viscaceae

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Diese rotbeerige Mistel wird in Südafrika als Tee mit dem Namen "Teemohlware" verkauft, der aufgrund der blutverdünnenden Eigenschaften der Mistel die Behandlung von Arteriosklerose unterstützen und der Prävention von Angina pectoris und Herzinfarkt dienen soll.

Die sekundären Pflanzenstoffe der Savanna-Mistel zeigen zudem immunmodullierende und antikanzerogene Aktivität.

7 - 0 - 3 - 1 - 9 - 2 - 6

3 - 1 - 8 - 4 - 1 - 1 - 9

5 - 6 - 1 - 7 - 4 - 6 - 8

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Chinesische Holundermistel

Taxillus chinensis

(China - auf Sambucus nigra)

Loranthaceae

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Taxillus chinensis vom schwarzen Holunder aus den Yunnan-, Guangdong- und Guangxi-Provinzen wird im Winter geerntet, zerkleinert und getrocknet.

Verwendung findet neben dem getrockneten Kraut als Dekokt auch ein Herba Taxilli-Extrakt, das mit Komponenten wie Quercetin und Avicularin in der traditionellen chinesischen Medizin als bitter und süß bezeichnet wird und einen Organbezug zu Leber und Nieren hat.

Vor allem die Behandlung von Hypertonie, rheumatischen Schmerzen und Restless legs kann mit dieser Mistel unterstützt werden.

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5 - 7 - 9 - 8 - 3 - 4 - 6

0 - 7 - 9 - 3 - 7 - 8 - 2

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Chañal mistletoe / Muerdago criollo / Liga roja

Ligaria cuneifolia

(Argentinien - auf Geoffroea decorticans)

Loranthaceae

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Die Witspflanze "Chañal" (Chañar), ein dornenreicher Strauch oder kleiner Baum mit essbaren Beeren aus der Familie Papilionaceae, trifft man in Zentralargentinien relativ häufig an. So kann auch Ligaria cuneifolia immer wieder auf Geoffroea decorticans entdeckt werden.

1988 wurde diese Mistelart von einer Forschergruppe der Universität Buenos Aires untersucht und es konnte dokumentiert werden, dass die Chañal-Mistel den höchsten Tyramingehalt aller Ligaria-Spezies aufweist, nämlich 120-360mg per 100g getrocknetes Mistelkraut. Als einziges Flavonoid wurde Quercetin isoliert, daneben unter anderem auch Catechin-4-ß-ol sowie Proanthocyanidin.

In Versuchen wurde in vitro und in vivo eine immunmodullierende und antikanzerogene Wirkung beobachtet. Ein Extrakt dieser Mistel hemmt die Proliferation von Leukämie-Zellen (LB) und Mammakarzinomzellen (MMT). Ebenso konnten antiproliferative und pro-apoptotische Effekte der Droge bewiesen werden.

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1 - 6 - 7 - 8 - 2 - 9 - 5

2 - 3 - 8 - 4 - 3 - 0 - 6

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